Feuerwerk zu Silvester in Wien
Gibt es in Wien ein offizielles Silvesterfeuerwerk?
Nein. Die Stadt Wien verzichtet bewusst auf ein zentrales Großfeuerwerk und zeigte beim Silvesterpfad zuletzt um Mitternacht eine Lasershow synchron zum Donauwalzer.
Für Gäste heißt das: Es gibt keinen Ort, an dem man um Mitternacht sein muss. Es gibt nur verschiedene Arten, den Moment zu erleben – mitten im Trubel auf dem Silvesterpfad, erhöht mit Blick über die Stadt, oder auf dem Wasser bei einer Silvesterschifffahrt.
Was ist erlaubt – und was kostet Strafe?
Feuerwerkskörper ab Kategorie F2 sind in ganz Wien verboten. Das gilt für alle 23 Bezirke, ganzjährig, im öffentlichen Raum ebenso wie im privaten Garten. Zur Kategorie F2 gehören die üblichen Silvesterartikel: Raketen, Knallfrösche, Blitzknallkörper, Schweizerkracher, Sprungräder.
Erlaubt sind ausschließlich F1-Artikel: Wunderkerzen, Tischfeuerwerk, Knallerbsen, Knallbonbons, Konfettiartikel. Diese dürfen auch in Innenräumen verwendet werden.
Bei Verstößen gegen das Pyrotechnikgesetz drohen Verwaltungsstrafen von bis zu 3.600 Euro, dazu mögliche strafrechtliche Folgen. In der Nähe von Krankenhäusern, Kirchen, Kinder- und Altersheimen, Tierheimen und Tiergärten ist Pyrotechnik generell verboten – auch außerhalb des Ortsgebiets.
Kurz: Wer aus Deutschland anreist und Raketen im Gepäck hat, lässt sie besser zu Hause.
Warum der Himmel trotzdem hell ist
Verboten heißt nicht folgenlos befolgt. Aus den äußeren Bezirken und dem Umland wird in der Silvesternacht privat gezündet, sodass über Wien ein flächiges Lichtermeer entsteht – verteilt statt gebündelt. Genau deshalb lohnen sich erhöhte Standorte in Wien mehr als in Städten mit einem zentralen Feuerwerk.
Die besten Aussichtspunkte
Kahlenberg – der Klassiker: Blick über die gesamte Stadt bis zur Donau. Entsprechend voll und entsprechend schwierig in der Anreise. Parkplätze sind früh belegt, Buslinien fahren nach Sonderplan. Wer hinauf will, sollte deutlich vor 22 Uhr starten und einplanen, dass die Rückfahrt dauert. Oben ist es kälter und windiger als in der Stadt.
Donauinsel – weitläufig, direkt am Wasser, deutlich entspannter als die Innenstadt, und mit gutem Blick auf das, was jenseits der Stadtgrenze gezündet wird. Anreise mit U1 oder U6.
Riesenrad im Prater – das Riesenrad fährt in der Silvesternacht verlängert, einzelne Waggons ließen sich zuletzt für private Feiern buchen. Teuer, aber ein Erlebnis, das es so nur in Wien gibt.
Rooftop-Bars und Hotelzimmer – die bequemste Variante, gerade mit Kindern oder wenn ihr die Kälte scheut: von oben zusehen, mit Getränk in der Hand. Mehrere Häuser vermarkten den Silvesterabend auf der Dachterrasse als eigenes Paket.
Stephansplatz – kein Aussichtspunkt, aber der emotionalste Ort: Um Mitternacht läutet hier die Pummerin, danach folgt der Donauwalzer. Beachtet die U-Bahn-Sperre ab etwa 21 Uhr, siehe Anreise.
Von oben, vom Wasser oder mit Dinner
Diese Angebote in Wien verbinden den Blick über die Stadt mit einem Platz für den Abend – Rooftop-Bars, Schifffahrten auf der Donau und Locations mit Aussicht:

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